SEB AG

Daten und Fakten

Anlass: Tagung, Event, Change Prozess/Umstrukturierung, Unternehmenskommunikation
Anzahl Zuschauer: ca. 220
Datum: Freitag 18. Januar 2008
Sprache: Deutsch

Ausgangssituation:

Bei der SEB AG, deutsche Tochtergesellschaft der schwedischen Bank Skandinaviska Enskilda Banken, ist der Vorstandsvorsitzende Peter Buschbeck auch für das Privatkundengeschäft verantwortlich. Letzteres hat er in den letzten beiden Jahren neu ausgerichtet und profitabel gemacht. Er ist die zentrale Steuerungs- und Entscheidungsperson und sehr nah dran am Geschäft und den Mitarbeitern. Für ein funktionierendes Unternehmen ist es wichtig, dass alle Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, die Strategie in die Organisation tragen und für deren Umsetzung die Verantwortung auch aktiv übernehmen.

Zielsetzung:

Ziel der Führungskräftetagung Retail – an der rund 220 Manager der SEB Bank im Frankfurter Hotel Interconti teilnahmen – war es, die Manager nicht nur darüber zu informieren, sondern sie zu motivieren, jetzt noch stärker und offensichtlicher die Verantwortung als Führungskraft zu übernehmen. Eine Aufgabe für das Scharlatan theater…

Unsere Arbeitsweise:

Nach dem Briefing durch die Eventagentur und intensivster Recherche von Seiten des Scharlatan theaters wurde, angepasst an das Veranstaltungskonzept, ein Format einer zweiteiligen »Orchesterprobe« in Form einer “Vorher-nachher”-Situation erarbeitet.

Die »Orchesterprobe« bietet die Möglichkeit, musikalisch zu unterhalten und gleichzeitig spielerisch auf Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Veränderung aufmerksam zu machen; insbesondere in Situationen, in denen der Zusammenhalt im Team von größter Bedeutung ist.

Die Inszenierung des Scharlatan theaters gestattet den Zuschauern einen humorvollen Blick in den Spiegel ihres Tuns, soll aber zugleich motivieren, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für das Team zu übernehmen. Und mit Musik geht alles besser…

Durchführung:

Nach einem Eröffnungsfilm und der Begrüßung der Gäste durch Peter Buschbeck konnte das angekündigte Konzert beginnen! Auf der Bühne: ein Dirigent (Ralf Hutter ) sowie sein Musikerquartett: zwei Violinen (Kristofer Vio / 1. Violine, Alec Sloutski / 2. Violine), Cello (Barbara Zapatka) und Klavier (Hilmar Kettwig).

Im ersten Teil dominiert der Dirigent (er verkörpert den Vorstandsvorsitzenden) das Geschehen: Er bestimmt das Stück, das gespielt werden soll, geht durch die Reihen, verbessert die einzelnen Instrumentalisten (stellvertretend für die Führungskräfte des Unternehmens). Als zentrale Figur des Geschehens sichert er die Harmonie. Die Musiker führen nur das aus, was er vorgibt. Ihre Motivation hält sich in engen Grenzen. Hinter dem Rücken des Dirigenten werden Grimassen geschnitten. Es wird deutlich, dass es so nicht weitergehen kann und eine erfolgreiche Zusammenarbeit so nicht möglich ist. Der Dirigent kündigt daher seinen Rückzug und damit die “zweite Phase” an.

Hier stehen nun die Instrumentalisten im Mittelpunkt. Zunächst sieht es nicht so aus, als wäre ein Übereinkommen oder gar ein gemeinsames harmonisches Spiel möglich; zu unterschiedlich scheinen die Charaktere und Interessen. So bevorzugt beispielsweise ein Violinist die klassische Musik (“Ungarische Rhapsodie”), der andere zeigt sich als Rockfan (“Highway to Hell”). Dennoch entwickelt sich im Laufe der »Orchesterprobe« ein harmonisches Zusammenspiel, denn nach und nach erkennen und respektieren die Instrumentalisten die individuellen Qualitäten der Mitmusiker, hören einander zu und arrangieren sich. Die Verantwortung des Dirigenten hat sich zum großen Teil auf seine Musiker verlagert. Er greift nur noch dann ein, wenn es wirklich nötig ist. Das Ziel ist erreicht.

In neuer Besetzung und ohne viel Worte bringt das musikalische Quartett des Scharlatan theaters über seine Instrumente zum Ausdruck, wie es klingen kann, wenn sich ein Orchester im Zusammenspiel ausschließlich auf seinen Dirigenten verlässt: So lange er die Zügel in der Hand hält und für jeden Einzelnen denkt, funktioniert das musikalische Gespann. Zieht er sich jedoch zurück und fordert sein Team auf, selbständig zu agieren, wird es disharmonisch. Gleichzeitig zeigt die »Orchesterprobe« auf humorvolle Art und Weise mit mitreißender Musik, Mimik und immer mit einem Augenzwinkern, wie sich – wenn gefordert – eine motivierte und erfolgreiche Teamarbeit auch mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten entwickeln kann.

Fazit:

»Eine sehr gelungene Übertragung des Themas in musikalische Form.« (T. Wagner / McCann momentum)