LBS AG

Daten und Fakten

Anlass: Tagung, Event, Fusion, Unternehmenskommunikation, Change Prozess/Umstrukturierung
Anzahl Zuschauer: ca. 200
Datum: Mittwoch 20. Februar 2008
Sprache: Deutsch

Aufgabe:

Die Landesbausparkassen Hamburg und Schleswig Holstein haben im September 2007 rückwirkend zum 1. Januar 2007 rechtlich fusioniert zur LBS Schleswig-Holstein-Hamburg AG. Die “technische” Fusion soll bis März 2009 abgeschlossen sein.

Um die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Filialen Kiel und Hamburg anzukurbeln und gegenseitige Vorbehalte zu entkräften, unterstützte das Scharlatan theater das von der LBS einberufene Innendienst-Forum – natürlich mit seiner ganz eigenen, typischen Methode. Nach intensivster Recherche und zahlreichen Interviews, die das Scharlatan theater mit Vorstandmitgliedern und Abteilungsleitern beider Filialen führte, entschied man sich für ein Konzept im Format der »Orchesterprobe«.

Umsetzung:

Nach einer kurzen Begrüßung der 200 Innendienst-Mitarbeiter und einem anschließenden Vortrag des Vorstandsvorsitzenden traten die Musiker der »Orchesterprobe« am 20. Februar in der Hamburger Magnus Hall in Aktion – und stürmten, zur Überraschung des Publikums, quer durch den Saal auf die Bühne. Zunächst hat es den Anschein, als bereiteten sie sich auf ein Konzert vor: Sie stimmen ihre Instrumente, spielen sich warm und warten auf den Dirigenten. Anlass: Ein Auftritt für die LBS soll geprobt werden. Die Gespräche der Musiker machen von Beginn an sichtbar: Die Instrumentalisten wissen nur wenig voneinander, dem entsprechend sind einige Vorbehalte gegeneinander spürbar – ein Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Musikern ist nicht zu übersehen. Spitze Bemerkungen fallen, sie versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen und vor dem Dirigenten möglichst kompetent zu erscheinen: »Maestro, löst sich in Takt 5 die kleine Septime des Dominantseptakkords nicht abwärts in die Terz der Tonika?« – »Und die kleine None des erweiterten Dominantseptakkords löst sich in die Quinte der Tonika, nicht wahr?«

Und nicht nur zwischen den einzelnen Personen ist ein Wettbewerb im Gange: Im weiteren Verlauf erfährt der Zuschauer, dass dieses große Orchester aus zwei vorher eigenständigen kleineren Musikergruppen gebildet wurde, die der Arbeitsweise der jeweilig anderen jedoch eher skeptisch gegenübersteht – zumal sie bislang nicht sonderlich aktiv an dieser Fusion beteiligt waren. Der Prozess der Fusion scheint noch nicht vollständig abgeschlossen zu sein; Harmonie und der Wille zur Zusammenarbeit – beides wichtig für ein erfolgreiches Orchester – fehlen noch.

Ein passendes Musikprogramm zusammenzustellen, ist in einer solchen Situation gar nicht so einfach. Doch schließlich bringt jeder Musiker Songvorschläge ein; und da jeder seinen eigenen Stil hat und über ganz individuelle Fähigkeiten verfügt, entsteht ein bunter Melodien-Potpourri: Saxophonist Kalle Keller schlägt mit Miles Davis das Genre Jazz vor, sein Kollege Henri Fischer am Klavier ist dem zwar nicht abgeneigt, bevorzugt jedoch Klassisches wie “Alla turca” von Mozart; Dirigent Günther von der Vogelweide liebt das Exotische und intoniert “The lion sleeps tonight”. Und natürlich darf ein musikalisches wie tänzerisches Medley zum Thema “Geld” nicht fehlen…

In diesem kreativen Zusammenspiel, das schließlich jedem Mitglied des Orchesters Spaß macht, erkennen die einzelnen Musiker: Wenn Prozesse gemeinsam bewältigt werden und beide Ursprungs-Orchester »zusammen wachsen, um zusammenzuwachsen«, dann ist es möglich, ein gegenseitiges Vertrauen zu entwickeln und damit die Basis für eine gemeinsame Unternehmenskultur zu schaffen.

Kommentare aus dem Unternehmen:

»Vielen Dank an das Scharlatan theater!

Die Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Team hat uns sehr viel Spaß gemacht. Sie haben die unterschiedlichen “Kulturen” an beiden Standorten einfühlsam recherchiert und wundervoll auf die Bühne gezaubert. Das Ergebnis war einfach exzellent: humorvoll, pointiert, absolut treffende Charaktere mit eindrucksvollen Stimmen und einer grandiosen schauspielerischen Leistung! Und dass Sie dann noch die Erkältung der “Diva” so professionell aufgefangen haben, dass unsere Gäste nichts gemerkt haben – das ist einfach eine Spitzenleistung!« (C. Panier / LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG)